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Bilharziose
Schistosomiasis, in warmen Ländern weitverbreitete Gruppe von Krankheiten, die durch in Blutgefäßen lebende flache Würmer der Gattung Schistosoma ausgelöst wird. Menschen können beim Baden im verseuchtem Wasser mit frei schwimmenden Schwanzlarven der Würmer infiziert werden. Sie dringen durch die Haut, wachsen im Blutkreislauf sowie in der Leber zu geschlechtsreifen Würmern heran und wandern dann - je nach ihrer Art - in die Harnblase, in die Darmwand und in andere Körperbereiche. Die Tiere verursachen Blutungen, Geschwülste, Entzündungen und können die Ursache für eine Leberzirrhose sein. Der Kranke scheidet über die Blase einen Teil der Eier aus. Gelangen sie ins Wasser, schlüpfen Wimpernlarven aus, die sich in bestimmten Wasserschnecken nach einigen Wochen zu den für den Menschen gefährlichen Schwanzlarven entwickeln. Durch den Ausbau der Bewässerungsanlagen breiten sich die Wasserschnecken und damit auch die Larven der Schistosoma-Würmer aus. Weltweit sind gegenwärtig über 120 Millionen Menschen an Bilharziose erkrankt. Die Krankheit wurde nach ihrem Entdecker Theodor Bilharz 1825-1862 benannt, dem Leibarzt des ägyptischen Vizekönigs Khedive.
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