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Borreliosen
Durch Borrelien verursachte Krankheiten. Die Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien der Gattung Borrelia benannt nach ihrem Endecker Amedèe Borrel verursacht wird. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Zecken oder Läuse. Die Borrelien sind schraubenförmige bewegliche Fäden, so genannte Spirochäten, ähnlich den Syphiliserregern. Aber sie können nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden.
Verschiedene Borellientypen verursachen Infektionen. Das Rückfallfieber, eine schwere hochfieberhafte Erkrankung mit Rücken-, Kopf- und Gliederschmerzen, kann mit Antibiotika behandelt werden.
Unter Borreliose wird aber heute meist die Lyme Borreliose verstanden, verursacht von Borrelia burgdorferi. Wenn eine Zecke von diesen Bakterien befallen ist, in fünf bis 60 Prozent aller Fälle, gibt sie beim Biss diese Erreger ins Blut des Menschen ab. Nun kann der Mensch an einer Lyme Borreliose erkranken. Der Biss kann aber auch ohne Folgen bleiben.
Nach einem Zeckenbiss sollte man auf Hautrötungen oder allgemeines Krankheitsgefühl Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen achten. Beides kann Tage bis Wochen nach dem Biss auftreten. Dann kann eine Antibiotikatherapie notwendig sein.
Leider gibt es aber auch sehr verschiedenartige Krankheitsbilder, die möglicherweise eine Spätfolge der Lyme Borreliose sind; zum Beispiel mehrere Hautkrankheiten, Gelenk- und Herzmuskelentzündungen, schmerzhafte Nervenentzündungen und Lähmungen. Ärzte können auch in diesem Stadium noch intravenös mit Antibiotika behandelt. Ein chronischer Verlauf bringt jedoch meist viele Probleme mit sich.
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