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Nierentransplantation
Verpflanzung einer von einem lebenden Menschen gespendeten oder einer Leichenniere häufiger. Noch risikoreich, aber - im Erfolgsfall - beste Hilfe für Menschen ohne funktionsfähige Nieren. Voraussetzung ist, dass das einem meist durch Unfall oder Hirntumor Verstorbenen mit Einverständnis der Angehörigen entnommene Organ weitgehend mit dem Gewebe des Empfängers übereinstimmt wie es bei eineiigen Zwillingen ideal wäre. Deshalb wurde in Leiden eine Zentrale eingerichtet, in der alle auf eine Spenderniere wartenden Empfänger registriert sind Eurotransplant, gegenwärtig rund 3000. Wird eine Spenderniere entnommen, so gehen die Gewebsdaten an den dortigen Computer. Der wählt den am geeignetsten Patienten aus. Unterkühlt kann die Niere bis 36 Stunden transportiert werden. Die Operation selbst ist in 30 Minuten abgeschlossen. Bis jetzt wurden hunderttausende von Nieren verpflanzt. Die Überlebensrate der Operation stieg nach Zahlen aus der Berliner Poliklinik von 60 Prozent 1976 auf 88 Prozent 1981. 90 Prozent der Leichennierentransplantate funktionierten noch nach einem Jahr, 65 Prozent auch nach fünf Jahren.
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