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Bisphosphonate
Synthetisch hergestellte Medikamentengruppe mit großem therapeutischen Potential, die in den letzten drei Jahrzehnten zu wirkungsvollen Behandlungsstrategien in der Onkologie Behandlung von Geschwulstkrankheiten und Osteologie Wissenschaft vom Knochen führte und besonders bei der Behandlung von klassischen Sklelett-Zerstörungen einen wahren Siegeszug erlebte. In vielen Versuchen konnte nachgewiesen werden, dass Inhaltsstoffe dieser Arzneimittel jene Bausteinen des Knochens belegen, an denen sich knochenabbauende Osteoklasten anlagern. Dies führt bei Menschen, die von Knochenschwund Osteoporose betroffen sind, zu einem rettenden Effekt: Osteoklasten können ihre verhängnisvolle Wirkung nicht mehr entfalten, neue, starke und stabile Knochen werden verstärkt aufgebaut. Heutige Biophosphate sind 20 000 mal potenter als die ersten Entwicklungen. Eine angefügte Aminosäuren-Seitenkette verstärkt beispielsweise die pharmakologische Aktivität der Moleküle des Wirkstoffs Alendronat Fosamax. Bei regelmäßiger Einnahme – optimal mit zusätzlicher Gabe von Kalzium und Vitamin D - nimmt die Knochendichte pro Jahr um einige Prozente zu. Und zwar egal, ob das Medikament täglich, zweimal wöchentlich oder wöchentlich eingenommen wurde die exakten Ergebnisse der jüngsten Studie – ermittelt an der Lendenwirbelsäule - waren für die jeweiligen Einnahmearten 5,4, 5,2 und 5,1 Prozent. Bei einer Drei-Jahres-Behandlung verringert sich das Risiko der Wirbelkörper-Frakturen um 47, der Unterarm- um 48 und der Hüft-Brüche um 51 Prozent. Biophosphate gelten, den Vorschriften entsprechend eingenommen, als gut verträglich, haben keine Hormonwirkung, sind also für alle Patienten geeignet. Sie verursachen keine Langzeitschäden und können bei 90 Prozent aller Osteopathien Knochenleiden eingesetzt werden.
Hüftgelenksluxation Hüftverrenkung
Herausspringen des Oberschenkelkopfes aus der Hüftpfanne als Folge eines Unfalls oder eines krankhaften Prozesses. Dabei reißt die Gelenkkapsel. Die schmerzhafte Einrenkung ist nur unter Narkose möglich. Bei einer angeborenen Hüftgelenksluxation ist die Gelenkspfanne durch eine Entwicklungsstörung während der Schwangerschaft nicht richtig ausgebildet. Der Oberschenkelknochen findet keinen richtigen Halt, er gleitet etwas nach oben. Bei einer einseitigen Verrenkung hinkt der Betreffende, bei einer beidseitigen kommt es zum typischen watschelnden Gang. Je nach der Schwere der Missbildung entscheidet sich der Arzt für die konservative Behandlung der Oberschenkelkopf wird in die Pfanne eingelegt und durch einen Spreiz-Gipsverband in dieser Stellung festgehalten oder, falls diese nicht zum Erfolg führt, zur Operation. Dabei wird die Gelenkspfanne chirurgisch so verändert, daß der Oberschenkelkopf an seinem Platz bleibt.
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